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Farbstürme – Gemäldegalerie

Manifest -
Die Idee hinter den Farbstürmen

Die zwischen 1987 und 1999 in Berlin und Frankfurt a.M. entstandenen expressionistischen Ölgemälde spiegeln eine Zeit tiefgreifender Veränderungen wider. Es ist die Epoche des Übergangs – zwischen einer vertrauten analogen Welt und dem Beginn einer neuen Ära, geprägt von Digitalisierung, Globalisierung und wachsender Beschleunigung.

Kräftige Farbkontraste, dynamische Kompositionen und eine bewusst reduzierte, gegenständliche Bildsprache verdichten Landschaften, Städte und Lebewesen zu atmosphärischen Momentaufnahmen. Die Motive zeigen nicht die Wirklichkeit, wie sie ist, sondern wie sie sich anfühlt: voller Bewegung, Spannung und Erwartung.

Im Mittelpunkt steht dabei stets der Mensch – eingebettet in die Natur, die Technik und die Metropole. Er erlebt den Wandel, ohne ihn vollständig beherrschen zu können. Zwischen Aufbruch und Unsicherheit entstehen Bildwelten, in denen Hoffnung und Gefahr, Dynamik und Stille, Licht und Schatten zugleich gegenwärtig sind.

„Farbstürme“ ist aber keine nostalgische Rückschau auf das vergangene Jahrhundert. Vielmehr zeigen die Bilder einen Wandel, der bis heute anhält. Dadurch gewinnen sie eine Aktualität, die über ihre Entstehungszeit hinausreicht.

Ein kraftvoller pastoser Farbauftrag mit dem Spachtel in mehreren Schichten prägt die Bildoberflächen, die dadurch dreidimensional wirken und den Gemälden eine außergewöhnliche Tiefe und Körperlichkeit verleihen.

Die Farbe wird nicht nur aufgetragen, sondern modelliert – eine Anknüpfung an die expressive Maltradition des frühen 20. Jahrhundert. Diese sichtbare Materialität wird selbst zum Ausdrucksträger von Bewegung, Licht und Emotion – die den Bildern ihre unverwechselbare Dynamik und Lebendigkeit geben.